Presse

Karl Löbl (Österreich/ Dezember 07):
„Wir wollten einfach Tangos spielen“, sagen die vier Damen von StringFizz und realisierten ihren Wunsch auf einer ORF-CD. Piazzolla für Streichquartett, ohne Bandoneon, in maßgerechten, erstklassigen Arrangements. Teils ungestüm, teils sinnlich träge, stets kammermusikalisch transparent klingen diese Arrangements. Auch hier hat die Musik Kanten und Schärfen ohne Beschönigung.

Clifford Bartlett in Eary music Preview /April 07:
Mozart/Lichtenthal Requiem in der Fassung für Streichquartett StringFizz
ORF CD 473 from ORF Shop
I was intrigued by the score of this arrangement when I reviewed it briefly last June and I am grateful to its publisher, Edition Güntersberg, for sending me a copy of the disc. It really does work as a piece – or at least, if you know the work, you mentally add what is missing rather than feel annoyed that it isn’t there. If Haydn’s ´Seven Last Words`can have an independent existence as a quartet, this certainly can. Excellent playing, and I wasn’t worried by a modern quartet in 18th-century repertoire.

Karl Löbl (Österreich):
Erstaunlich. Kennen Sie Peter Lichtenthal? Das war ein Pressburger Arzt und Musiker, der sich mit Mozarts Witwe Constanze angefreundet hatte, ehe er nach Mailand ging, dort auch als Schriftsteller tätig wurde. Und falls Sie sich nicht entscheiden können, ob Sie das Mozart-Requiem in einer Harnoncourt- oder Thielemann-Aufnahme kaufen sollen – wie wär’s mit der Lichtenthal-Fassung für Streichquartett, gespielt vom Ensemble „StringFizz“(eine ORF-CD). Erstaunlich, wie diese vier Damen mit ihren Instrumenten ohne Chor und Solisten den Charakter und die Atmosphäre des Werks textlos lebendig machen.

Kronenzeitung:
… vier junge Frauen, die auf dem Weg zum Starruhm schon recht weit sind: StringFizz erweist sich auch hier als Streichquartett vom Feinsten. Frisch, musikalisch präzise.

Kurier:
Das Mozart Requiem in einer Streichquartettfassung (von P. Lichtenthal). Sanfter und ohne die erschütternde Monumental-Kraft, aber auch intimer und lyrischer. Behutsam musiziert, kein Vergleich mit dem Original. Dennoch hörenswert.

Kurier:
Ambitioniertes Damenquartett. Porgy&Bess – der Jazzclub in der Riemergasse sollte heuer ganzjährig eine Mozart-freie Zone bleiben. Aber just am 215.Todestag gab man den Vorsatz auf – und tat gut daran, für eine Rarität aus der Klassik das Haus zu öffnen. So spielten die ambitionierten Damen des 2000 gegründeten Ensembles StringFizz spätabends Mozarts Requiem für Streichquartett von Peter Lichtenthal (1780-1853). Der in Pressburg geborene Mediziner, Musiker und Mozart-Fan kreierte sozusagen eine Totenmesse „light“. Das Werk für Chor, Orchester und Solisten, verwandelt und abgespeckt auf vier subtil agierende Streicher, ist eine Lust für den Hörer und als ORF-CD eine Empfehlung.

Porgy & Bess (Christof Huber):
“… persönlich anmerken möchte ich, dass für mich das Original zu den wichtigsten Arbeiten von Costello zählt (vielleicht neben dem Duo mit Bill Frisell). Sehr interessiert, sehr gespannt und etwas skeptisch näherte ich mich also dem Projekt der 5 Musikerinnen – und schon der vertonte „Eröffnungs“Brief wusste zu überzeugen. Das Streichquartett agiert souverän und trotz der brodsky’schen Vorgabe (und die zählen zur europäischen Spitze!) sehr individuell und Frau Kainrath geriert sich einerseits als selbstüberzeugte Opern-Diva, dann aber wieder als schüchtern charmante Pop-Chanteuse. Sehr zu empfehlen!“

Jazz Zeit (S. Rose):
„Eine gelungene CD einer anfänglich etwas eigenwillig scheinenden Kooperation des Damen-Streichquartetttes StringFizz mit einer der seit Jahren besten Stimmen des Landes,Tini Kainrath, ist die Ö1-Produktion „The Juliet Letters“. Ursprünglich 1993 in Zusammenarbeit von Elvis Costello mit dem Brodsky-Quartett entstanden, erweist sich die vertonte „Sammlung fiktiver Briefe an Julia Capulet“ (wir erinnern uns: die des Romeo) in dieser Neubearbeitung als achtsame Reise durch die Abgründe mal melancholischer, mal vernichtender Liebeswirren, die durch Tini Kainraths gesangliche Qualität und die Damen um Veronika Gottfried (vl) – Sophie Gansch (vl), Ines Miklin (vla) und Marianne Bruckner (vc), satte, glaubwürdige Interpretation erfährt. Ideal zur Elendsteigerung bei Liebeskummer (Nr. 4, 11, 14 …), Choleriker wählen die Nr. 3, Scheidungsfälle die Nr. 7.“

Kleine Zeitung (WT):
„1993 sandten uns Elvis Costello und das Brodsky Quartet diese bittersüßen Briefe. Nun beleben Rounder Girl Tini Kainrath und die vier streichenden Damen von StringFizz die fiktive Korrespondenz mit Einfühlungsvermögen. Starke Stimme, untermalt von hochstehendem Instrumentalkönnen.“